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Der Islam und sein -ismus

Jede Weltanschauung, so auch der Islam, bezeichnet ein in sich schlüssiges Gedankengebäude, das sich selbst absolut gesetzt als das Idealbild einer Gesellschaft wahrnimmt und darstellt, es kann gar nicht anders, als den kategorischen Imperativ seiner selbst zu propagieren und zu beanspruchen, sonst würde es seine eigene Legitimation als Weltanschauung augenblicklich in Frage stellen.

Das gilt auch für religiöse Weltanschauungen. Nehmen wir als Beispiel die Katholische Kirche. Es gibt entweder romtreue Katholiken oder aber Katholiken, die sich um Rom nicht viel scheren oder nur das annehmen, was ihnen persönlich gefällt. Nach strenger, also rechtgläubiger Auslegung hat ein Katholik aber als oberste Instanz seiner Kirche zunächst einmal den Papst anzuhören. Seine Erlasse und die seiner Vorgänger sind für einen Gläubigen eine verbindliche Richtschnur. Weicht er zu weit davon ab, droht im äußersten Fall die Exkommunikation. Dank einer gewissen Liberalität, die in die katholische Kirche Einzug gehalten hat, legen viele Priester die Romtreue inzwischen sehr weitherzig aus, da sie bereits selbst apostatische Züge in sich tragen. So gibt es auch die Taufscheinkatholiken, die zwar noch formelle Mitglieder der Kirche sind, sich aber im Innersten längst von ihr verabschiedet haben und genau genommen keine Gemeinschaft mehr mit ihren Zielen haben, also Apostaten sind. Es hat einen Grund, weswegen sich die Kirche immer weiter zergliedert bis hin zu ihrer Selbstaufgabe, denn sie selbst stellt ihre Grundfesten durch liberale Priester infrage.

Beim Islam liegt die Sache anders. Apostasie ist hier sehr eng gefasst und wird streng geahndet. Wer auch nur eine Sure hinterfragt, gilt bereits als Apostat. Hinzu kommt, dass der Islam keine Religion im eigentlichen Sinne ist, sondern zuvorderst eine Weltanschauung mit entstellten religiösen Versatzstücken aus Judentum und Christentum, die er als Tarnung seiner faschistoiden Züge (Heinrich Himmler: „Der Islam ist unserer Weltanschauung sehr ähnlich“) raffiniert instrumentalisiert hat. Er beansprucht die absolute Wahrheit für sich und teilt die Menschen in wertvolle (zugehörig) und wertlose (nicht zugehörig) ein. Seine Militanz beim Missionieren ist im Koran selbst verankert und nicht hinterfragbar oder relativierbar, weil der Islam zeitgemäße Uminterpretationen per se nicht zulässt. Es gibt somit auch keine radikalen Mohammedaner oder gemäßigte Mohammedaner, denn ein echter Mohammedaner ist immer genau so radikal, wie es der Koran von ihm fordert. Erdogan: „Es gibt keinen moderaten Islam.“ Jede Abweichung ist bereits Apostasie.


Alle Beteuerungen des Westens, dass man zwischen Islam und Islamismus unterscheiden müsse, sind naives Wunschdenken und pure Augenwischerei und werden dem Islam als solchem nicht gerecht, es ist eher sogar eine Beleidigung für seine Anhänger, denn diese Relativierung impliziert im Umkehrschluss, dass es unter den Mohammedanern Leute gibt, die den Koran nicht ernst nehmen. Das aber wiederum bedeutet Apostasie, und auf die steht im Islam bekanntlich die Todesstrafe…

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