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Nächste Multi-Kulti-Idylle droht zu scheitern


Die beschauliche Kleinstadt Betzdorf (Rheinland-Pfalz) im schönen Westerwald galt bisher als eine der vielen, von Gutmenschen hochgelobten, Multi-Kulti-Idyllen in Deutschland. Die Anzahl der Mitbürger moslemischen Glaubens wuchs von Jahr zu Jahr stetig. Jetzt hat eine Lehrerin mit Jahrzehnten Berufserfahrung an einer Ganztagsschule vertretungshalber Mittagessen serviert und prompt dem Zögling eines Rechtgläubigen, möglicherweise, Schweinefleisch serviert. Der Skandal ist perfekt und laut Drohung geeignet, den Karikaturenstreit zu toppen.

Ganz oben im Norden von Rheinland-Pfalz liegt die 10.000 Einwohner zählende Gemeinde Betzdorf. Die Stadt ist in Deutschland einer der Vorreiter der multikulturellen Entwicklung, hat etwa eine Städtepartnerschaft mit der türkischen Gemeinde Denizli/Anatolien. Während früher Schützenfest und kirchliche Feste die Höhepunkte des Jahres in Betzdorf bildeten, verändern islamische Zuwanderer und muslimische Feste ganz allmählich die kleine Stadt. Betzdorf hat inzwischen eine ansehnliche türkische Gemeinde, eine nach dem türkischen Sultan Ahmet benannte islamische Moschee sowie mehrere muslimische Kulturvereine. Man sieht die Entwicklung auch in der Christophorus-Grundschule, wo muslimische Kinder in wachsenden Zahlen die Klassen prägen. Die multikulturelle Idylle der Stadt schien – aus der Ferne betrachtet – lange Zeit vorbildlich zu sein. Auch Bürgermeister Bernd Brato (SPD) ist stolz darauf, ein multikulturelles Kleinod geschaffen zu haben. Doch mit einem Schlag ist alles anders.

An der Betzdorfer Ganztagsschule sollen islamische Schüler seit bis zu acht Jahren als Mittagsmahlzeit immer wieder heimlich Schweinefleisch serviert bekommen haben. Das zumindest behaupten türkische Eltern, denen die Mittagsspeisung in der nach dem heiligen Christophorus, einem Christen, benannten Grundschule seit Jahren schon suspekt war. Schulleiter Alexander Waschow bestätigt auf Nachfrage: „Es ist richtig, dass türkische Eltern immer wieder misstrauisch sind, dass wir ihren Kindern Schweinefleisch zu essen geben.“ Er bestätigt einen „Einzelfall“, den viele Türken im Ort nun als Beleg für ihren seit langem gehegten schlimmen Verdacht heranziehen. Auf einen Schlag ist der Kampf der Kulturen inmitten der multikulturellen Idylle in Betzdorf angekommen. Und die Spannungen wachsen.

Im Islam sind Schweine unreine Tiere. Muslime dürfen deshalb – so das religiöse Gebot – kein Schweinefleisch essen. Seitdem die Christophorus-Grundschule 2002 die Ganztagsbetreuung einführte, essen dort muslimische Kinder zusammen mit nicht-muslimischen. Eine Großküche bringt wochentags etwa 160 Mahlzeiten: Die enthalten bei der Anlieferung noch den deutlich sichtbaren Hinweis, welche der Gerichte Schweinefleisch enthalten – mithin den mehr als 40 Muslimen nicht serviert werden dürfen: Und man erkennt, welche „halal“ (islamisch „rein“) sind. Sobald die Speisen aber ausgepackt und die Hinweise vom Küchenpersonal oder den Lehrern entfernt worden sind, können zumindest die Grundschüler und auf die religiösen Unterschiede nicht hingewiesene Lehrer nicht mehr unterscheiden, welche der Mahlzeiten die Muslime nicht essen dürfen. Acht Jahre lief das alles wunderbar. Bis zum März 2010.

Da übernahm eine Lehrerin, die seit 18 Jahren überwiegend halbtags an der Schule unterrichtete, in diesem Schuljahr aber wieder an zwei Tagen in der Woche eine Ganztagsgruppe betreut, ihren Dienst. Sie hatte einen Dienst wegen einer Konferenz mit einem Kollegen getauscht. Weil die anderen Lehrer das panierte Fleisch schon an einige Schüler verteilt hatten, nahm sie die restlichen panierten Schnitzel – nicht wissend, dass es an diesem Tag Gerichte für Muslime und für Nicht-Muslime gab. Die Folien der Platten waren da schon abgezogen, alle Hinweise entfernt. Und niemand hatte der Frau gesagt, dass es an diesem Tag unterschiedliches Fleisch für Muslime und Nichtmuslime gab. „Bisher gab es an den Tagen meiner Ganztagsbetreuung immer gleiches Fleisch für alle Schüler“, sagt die heute noch sichtlich schockierte Lehrerin, zu Beginn der Ausführungen über ein kleines Ereignis, das nicht nur ihr Leben auf einen Schlag nachdrücklich veränderte.

Die Kinder waren hungrig und griffen beherzt zu. Nur der 9 Jahre alte Sohn eines Betzdorfer Imams fragte plötzlich: „Was ist das für Fleisch, ist das etwa Schweinefleisch?“ Die Lehrerin antwortete völlig unbefangen und wahrheitsgemäß: „Das weiß ich nicht.“ Und sie fügte hinzu: „Wer es nicht essen will, der kann es ja stehen lassen und nur die Beilagen nehmen.“ Ein türkisches Mädchen gab dann sein Fleisch einem deutschen Kind. Es war eine friedliche Atmosphäre. Und man vergaß die Frage des Sohnes eines Imams bis zum Mittag des folgenden Tages. Da rief dann die Mutter des 9 Jahre alten Muslims, Ehefrau eines Imams, die Lehrerin an und sagte: „Sie haben muslimische Kinder dazu gezwungen, Schweinefleisch zu essen!“

Einen Schultag später versammelten sich Eltern muslimischer Kinder im Büro der Schulleitung. Und von dort heißt es nun rückblickend, die Eltern der muslimischen Kinder hätten den Schulrektor »quasi überfallen « und versucht, ihn »unter Druck zu setzen«. Die Lehrerin, so die Forderung der Eltern, müsse die Schule sofort verlassen, dürfe dort nicht länger unterrichten.

Schulleiter Alexander Waschow ist überzeugter Katholik. Und selbst wenn er wollte, könnte er eine Lehrerin nicht einfach so vor die Tür setzen. Doch an jenem Tag hat er der Lehrerin untersagt, zu ihren Schülern in ihre Klasse zu gehen. Sie sollte erst einmal daheim bleiben, damit sich die Lage beruhigen könne. Seither sind mehrere Wochen vergangen. Und die Lehrerin ist immer noch daheim. Der Schnitzel-Vorfall hat inzwischen kaum glaubliche Folgen: Die Lehrerin wird in genau zehn Monaten pensioniert, soll nun aber mit Rückendeckung der Schulrätin nach 18 Jahren Arbeit an der Christophorusschule noch an eine andere rheinland-pfälzische Schule versetzt werden – damit die türkischen Eltern den „Vorfall“ nicht weiter in die Öffentlichkeit bringen. Es gibt jetzt Druck von allen und auf alle Seiten. Inzwischen gibt es Disziplinarverfahren und juristische Auseinandersetzungen.

Das Pikante: Kein Mensch kann rückblickend überhaupt noch wahrheitsgemäß sagen, ob eines der muslimischen Kinder wirklich ein Stück Schweinefleisch auf dem Teller gehabt – geschweige denn gegessen – hat. Die rein theoretische Möglichkeit, dass ein muslimisches Kind ein Schnitzel auf dem Teller hatte, reicht offenkundig aus, um die Türken von Betzdorf in ihrem seit Jahren schon gehegten Verdacht zu bestätigen, dass die „Ungläubigen“ ihre Kinder an der Schule mit Schweinefleisch „vergiften“ wollen. Und es reicht aus, um eine Lehrerin, die bis dahin nach ihren Angaben niemand über die Essgewohnheiten der Muslime unterrichtet hatte, zehn Monate vor ihrer Pensionierung zwangsweise zu versetzen.

Inzwischen hatte der Kampf der Kulturen Folgen für alle Ganztagsgrundschüler von Betzdorf: Auch die nicht-muslimischen Kinder bekommen jetzt nur noch Islam-konformes Essen. Ob sie das wollen, oder nicht. Schulleiter Alexander Waschow sagt: „Ich habe dafür gesorgt, dass kein Schweinefleisch mehr auf den Tisch kommt – zack und fertig. Damit ich das Vertrauen der türkischen Eltern wieder habe.“


Offenkundig reicht das aber nicht allen türkischen Eltern. Denn einige erwägen die Lage nun zu nutzen, um mit Hilfe ihrer Würdenträger eine alte Forderung wiederaufleben zu lassen: getrennte Essbestecke und Teller für muslimische und für nicht-muslimische Schüler…

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