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Wenn Hass auf Staatskosten ertragen werden muss



England darf nach dem Urteil seiner Gerichte einen Islamisten abschieben. Dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg das verhindern kann, macht viele Briten wütend.

Jeden Morgen, so bekannte unlängst David Cameron, packe ihn die Frustration: "Wie bitte? Der ist immer noch in unserem Land? Ich würde ihn am liebsten selber im Flugzeug begleiten, das ihn deportiert, um ganz sicher zu gehen, dass wir ihn auch wirklich los sind."

Der Mann, auf den sich die Verärgerung des britischen Premiers bezog, heißt Scheich Abu Qatada, ein geborener Jordanier, der seit 1993 als politischer Asylant in England lebt, wo er sich schon bald als prominenter Hassprediger und Dschihad-Aufrufer profilierte. Qatada gehörte zu jener Gruppe radikaler Islamisten, die der britischen Metropole zu dem Etikett "Londonistan" verhalfen – Schlupfwinkel für Anhänger des globalen Terrorismus.

Abu Qatada wurde in vielen Ländern Europas und des Nahen Ostens gesucht, deren Sicherheitsdienste London bestürmten, den Mann festzunehmen und ihn auszuliefern. Vergebens. Lange Zeit glaubten die Briten, diese Gefahrenzellen durch diskrete Beobachtung besser einfrieden zu können als mit durchgreifenden Methoden.

Eine Illusion. Mehrere der nach "9/11" in den USA verurteilten Terroristen gaben an, durch Prediger wie den armamputierten einäugigen Scheich Abu Hamsa oder seinen Geistesverwandten Abu Qatada inspiriert und geschult worden zu sein. Auch in der Hamburger Wohnung des "9/11"-Anführers Mohammed Atta hatte man Erweckungsvideos Abu Qatadas gefunden.

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