Direkt zum Hauptbereich

Türkei löscht christliche Vergangenheit


Am 5. Juli versammelte sich der Mufti von Trabzon mit anderen Bürgern für die ersten Freitagsgebete des heiligen Fastenmonats Ramadan nicht in einer Moschee, sondern einer uralten byzantinischen Kirche. Die Zusammenkunft war eine symbolische Wiederaufführung der Eroberung des antiken griechischen Schwarzmeerhafens im Jahr 1462 durch Mehmet II., den ottomanischen Sultan, der 1453 Konstantinopel den Byzantinern entrissen hatte. Er markierte seinen Sieg mit der Umwandlung der Hagia-Sophia-Kathedrale im heutigen Istanbul in eine Moschee.


Die gleichnamige Schwester der Hagia Sophia in Trabzon ist weniger bedeutend. Aber mit ihren schillernden Fresken und der herrlichen Lage über dem Meer gilt das Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert als eines der feinsten Beispiele byzantinischer Architektur. Wie auch bei anderen christlichen Monumenten, ist die Hagia Sophia in Trabzon ein Symbol für den Kampf zwischen Säkularisten und Islamisten geworden. Sie wurde im 16. Jahrhundert in eine Moschee umgewandelt und wurde nach anderen Inkarnationen 1964 ein Museum. Aber die Islamisten haben die letzte Runde 2012 gewonnen, als ein örtliches Gericht den Anspruch durch das Generaldirektorat der Religiösen Stiftungen — der Regierungskörperschaft verantwortlich für die historischen Moscheen der Türkei — akzeptierte, daß die Hagia Sophia der Stiftung von Mehmet II. gehörte und vom Kulturministerium „illegalerweise besetzt“ worden sei.

Die Entscheidung rief überraschend viel Ärger hervor in einer Stadt, die für ihre ultranationalistischen Ansichten bekannt ist. „Es geht um die Auslöschung der christlichen Vergangenheit und Wiederbelebung des Ottomanismus,“ sagt ein örtlicher Historiker. „Es gibt genug Moscheen in Trabzon, die Hälfte davon ist leer. Wozu war das nötig?“ wirft Zeki Bakar ein, ein Nachbarschaftsrat. Eine Klage wurde eingereicht, um die Umwandlung rückgängig zu machen.

Trotzdem hat die leicht islamistische Regierung unter der Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AK) die Umwandlung gerade rechtzeitig zum Ramadan ausgeführt. Ein roter Teppich verdeckt nun exquisite Bodenmosaike. Blenden und Zeltbahnen unter der zentralen Kuppel schirmen moslemische Gläubige von „sündhaften“ Gemälden der Heiligen Dreifaltigkeit ab. Stahlglänzende Wasserhähne und Plastikhocker für Waschungen verunstalten einen einst grünenden Garten voller antiker Skulpturen.

Mazhar Yildirimhan vom Direktorat der Religiösen Stiftungen in Trabzon tut Beschwerden achselzuckend als Propaganda ab. Aber für Experten ist die Umwandlung eine Tragödie, die unausweichlich zu Schäden an dem Gebäude führen wird. „Es scheint praktisch genauso abzulaufen wie bei der Hagia Sophia in Iznik,“ warnt Antony Eastmond vom Courtauld Institute of Art, auf eine weitere Umwandlung bezugnehmend.

All dies gibt Anlaß zu der Befürchtung, daß die Hagia Sophia in Istanbul „als nächste dran ist“. Diese Furcht ist übertrieben. Restaurationsarbeiten an der berühmten Basilika sind unter einem Jahrzehnt der AK-Herrschaft weitergegangen, und Recep Tayyip Erdogan, der Premierminister, hat Äußerungen der Besorgnis über ihr Schicksal zurückgewiesen. Dennoch macht Herr Yildirimhan keinen Hehl aus seinem Wunsch nach einer Umwandlung, der, wie er sagt, von seinen moslemischen Brüdern geteilt wird. „Es wurde vom Sultan so bestimmt,“ sagt er. „Wir haben alle Unterlagen.“

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Syrer soll Pony im Kinderzoo vergewaltigt haben: Wie das mit dem Islam zusammenhängt

Die Meldung von Renate Sandvoß, dass ein Syrer Sex mit einem Pony im Kinderzoo hatte, bedeutet nichts. Solange diese nicht in den Generalkontext der sexuell erlaubten Perversionen des Islam hineingestellt wurde . Was Sandvoß nicht tat. Aber dazu kommen wir gleich. Die Meldung von Sandvoß lautete: "Gratulation, Frau Merkel, zu all den muslimischen Männern mit ihrer einzigartigen fremden „Kultur“, die Sie in unser Land geholt haben. Egal, ob Schafe, Ziegen,… Pony´s , Auspuffrohre oder deutsche Frauen: benutzen und wegschmeißen ist die Devise. Und sowas Menschenverachtendes holt man in Massen in unser Land, in dem Frauen bisher geachtet wurden und gleichberechtigt sind. Wie lange wurde dafür gekämpft! Alles vergebens….. Gleichzeitig schwafelt man von Integration! Wie soll die bei dieser Steinzeitkultur gelingen? Man kann diesen Männern doch nicht abtrainieren, was ihnen Generationen von Männern vorgelebt haben! So zerstört man ein Volk, aber das ist ja wohl so gewollt! Wann zieht ...

270 Millionen Nichtmoslems durch islamischen Dschihad getötet

270 Millionen – andere Schätzungen gehen von 300 Millionen – “Ungläubige” wurden bislang in den 1400 Jahren der Terrorherrschaft der selbsternannten “Friedensreligion” im Namen Allahs ermordet. Das letzte, was viele dieser Opfer hörten, bevor man ihnen den Kopf abschlug oder, wie es für Nichtmoslems vorbehalten ist, langsam vom Hals Richtung Nacken abschnitt -eine besonders grausame, menschenunwürdige und das Leiden verlängernde Tötungsform (wird bis heute in Syrien und im Irak etwa angewandt) wobei die Dschihadisten das Abschneiden immer wieder unterbrechen, um sich am Röcheln und Todeskampf ihrer Opfer zu ergötzen) – das letzte also, was die meisten Opfer hörten waren hysterische “Allahu-akhbar”-Rufe aus den Kehlen ihrer Mörder. Niemand soll sagen, diese Grausamkeiten hätten nichts mit dem Islam zu tun. Sie sind im Gegenteil eine religiöse Pflicht jedes Dschihadisten. Denn Allah befiehlt an 216 Stellen des Koran , dass “Ungläubige getötet werden müssten. Und Mohammed befiehlt dies a...

Erlaubt der Islam die Vergewaltigung weiblicher Gefangener und Sklaven?

Kritiker des Islams und der Scharia behaupten, dass der Koran muslimischen Männern erlaube ihre weiblichen Gefangenen und Sklaven zu vergewaltigen (d.h. jene "die sie von Rechts wegen besitzen"). Muslime im Westen sind aber abgestoßen von dem Gedanken, dass ihre Religion Vergewaltigung erlauben könnte und sie bestehen darauf, dass der Islam diese Praxis verbietet. Answering Muslims will dieser Frage im Folgenden nachgehen. Leider werde der Islam nicht von den Muslimen im Westen definiert, sondern von Allah und Mohammed im Koran und den Hadith. Anstatt also eine Religion zu erfinden, die auf den Gefühlen der verwestlichten Muslimen beruht, sollte man sich den Koran und die Hadith genauer ansehen. Als Mohammeds Armeen Stadt um Stadt eroberten, nahmen sie viele Frauen gefangen, die sie oft verkauften oder mit denen sie handelten. Aber da die muslimischen Männer weit weg waren von ihren Ehefrauen, benötigten sie die Weisheit Allahs bei der Behandlung der weiblichen Ge...