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Ev. Kirche im Bett mit dem Islam

Nach unzähligen Versuchen der evangelischen Kirche, den Islam aufzuwerten, um höchstmöglichen Respekt zu zollen und sich billig den Islamverbänden anzubiedern, konnten am gestrigen Mittwoch einige Islamkritiker in München an einer weiteren dieser Lobhudeleien teilnehmen. Prof. Dr. Jürgen Wasim Frembgen, Leiter der Orient-Abteilung am Staatlichen Museum für Völkerkunde München, referierte über die „Toleranz im Sufismus“ und versuchte, nicht ganz ohne Grund, diese “etwas hellere Seite des Islam” (so seine eigene Wortwahl) darzustellen.

In der evangelischen Stadtakadamie, die auch Vortragsreihen mit dem äußerst fragwürdigen Iman Idriz als Veranstalter organisiert (Geplante Vortragsreihe dort am 29.+30.11.2013: “Islamische Studien in pluraler Gesellschaft – Perspektiven einer Theologie im Dialog”), fanden sich rund 50 Interessierte ein, die aufmerksam den romantischen Schilderungen Frembgens lauschten, die mit farbenprächtigen Bildern tanzender Derwische und Textbeispielen sufistischer Philosophie und Poesie durchsetzt waren.

Frembgen schilderte eindrücklich diese sufistische Poesie aus verschiedenen islamischen Ländern und die Betonung, die der Sufismus auf das Spirituelle, die Beziehung zu Gott (oder besser gesagt der Vorstellung von Gott, die Allah darstellt) und die Wichtigkeit, die etwa Toleranz und Glaubensfreiheit, Liebe und Gleichberechtigung in der sufistischen Denkweise spielen sollen. Die persönlichen Bekanntschaften des Islamwissenschaftlers und Ethnologen mit Sufis und seine Bewunderung für deren Kunst und Denkart kamen gut zur Geltung und bezauberten den ein oder anderen Gutmenschen im Saal, waren aber auch allgemein von Interesse.

Bei mir hinterließen sie den Eindruck, als seien die Sufis so eine Art verzweifelter Islam-Hippies, die die mangelnde Liebe und Menschlichkeit im Islam mit einer geduldeten Ausschweifung zu Haschisch, ekstatischem Tanz, aber auch mit spirituell motivierten oder philosophischen Ansätzen und auch Askese kompensieren wollen. Auf mich wirkte die Darstellung der Sufis, als wäre diese Lebensart eine Flucht aus einer unbarmherzigen Realität, in deren Glaubensgefängnis Islam kein Platz für die genannten Werte existiert und die es erlaubt, eine Parallelwelt aufzubauen, in der die Berdüfnisse der Seele einen Raum finden dürfen.

Immer wieder betonte er auch den Gegensatz, den die sufistische Tradition gegenüber den islamischen Hardlinern wie den Salafisten darstelle und somit beschäftigten sich auch mehrere der Fragen, die aus dem Publikum in der anschließenden Diskussion gestellt werden konnten, mit genau diesem Gegensatz.
So fragte einer der Anwesenden nach der Vereinbarkeit von Schariarecht mit dem Sufismus, worauf Frembgen bejahte, dass diese gegeben sei und die Sufis der Scharia sehr wohl folgen würden und man bei uns auch einfach falsche Vorstellungen über die Scharia hege. Er konnte allerdings nicht schlüssig darlegen, inwiefern die von ihm genannten Werte der Sufis mit dem grausamen Schariarecht korrespondieren und so blieb die Frage aus meiner Sicht unbeantwortet.

Eine weitere Frage beschäftigte sich mit der Haltung der evangelischen Kirche, die dem gemäßigt islamkritischen Bischof Huber entgegengebracht worden war, dessen Abgrenzung zum Islam (Papier der EKD aus dem Jahr 2006: „Klarheit und gute Nachbarschaft. Christen und Muslime in Deutschland“) damals scharf nicht nur von den Islamverbänden, sondern auch von vielen Kirchenoberen aus den eigenen Reihen niedergeredet wurde. Ebenso reagierte auch die evangelische Pfarrerin vor Ort auf diese Anmerkung und die darauffolgende Frage, auf welcher Seite sich die Sufis wohl gestellt hätten in der Diskussion, die Bischof Huber damals losgetreten hat. Frembgen erging sich daraufhin routiniert in der üblichen Tirade der „Islamophobie“ und dem „Hass gegen die Muslime“.

Das tolerante Klima war nun also sowieso schon im Eimer und so fragte ich selber auch noch, wie denn die Sufis den Gegensatz zwischen dem grausamen Vorbild Mohammeds auf der einen Seite, der den Tod eines Apostaten fordere und etliche Male zum Kampf gegen „Ungläubige“ aufrufe und den Ansprüchen des Sufismus an Gleichberechtigung der Glaubensrichtungen, Toleranz und Liebe auf der anderen Seite aufzulösen vermögen. Ich stellte die Frage nach der Relevanz einer solchen Minderheit im Islam, deren sicher löbliche Denkansätze von den gewalttätigen Ambitionen ihrer weniger sensiblen Glaubensbrüder buchstäblich niedergeknüppelt werden. Ich wollte wissen, inwiefern sich die Sufis denn gegen diesen „anderen Islam“, der doch immer der Gleiche ist, durchzusetzen vermögen, worauf Frembgen eingestehen musste, dass es hier sehr düster aussehe.

Am aktuellen Beispiel Ägyptens, wo immerhin etwa 10 Millionen Sufis leben und anhand der politischen Verwerfungen in Ägypten, kann man auch gut erkennen, dass wegen ihrer relativ unpolitischen Haltung und ihrer Unorganisiertheit ihre wohl gemäßigte Einstellung keine nennenswerte Rolle spielt. Das Dilemma der Sufis ist also das Dilemma der meisten anderen moderaten Muslime: Sie werden schlicht und einfach gekapert und spielen, wenn man den außerordentlichen politischen Anspruch des Islam betrachtet, keine Rolle. Das Problem ist und bleibt der Ur-Islam, dessen schreckliches Vorbild und dessen grausame Lehren nur reformierbar wären, wenn ebendieses Vorbild und ebendiese Lehren ausgetilgt würden, weil über jeder Reformbemühung das scharfe Schwert der Gewaltausübung schwingt, bereit, jeden zum Apostaten zu erklären, der sich nicht entsprechend den rigiden islamischen Vorstellungen äußert. Doch wie auch der Professer es anlässlich der Frage über die Scharia betonte, sei ein Islam ohne Scharia eben nicht denkbar. Wie soll ein Islam auch ohne einen Mohammed und ohne seine maßgeschneiderten Verse über Raub, Mord und „Ungläubige“ noch ein Islam sein?

Die Pfarrerin wollte dann auch nur noch Fragen zum Sufismus hören und so gab es hier noch einige erbauliche Meldungen, in denen die sicher angenehmen Ähnlichkeiten zwischen Sufismus, Christentum und Buddhismus angesprochen wurden oder die Tatsache, dass Frauen in dieser islamischen Spielart einen wichtigen Platz einnehmen würden. So bekam das Publikum im Altersdurchschnitt von etwa 50-60 Jahren doch noch ihre Dosis Wohlfühlklima gespritzt.

Am Ende der Veranstaltung dann sprach mich am Ausgang noch eine aufgeheizte Dame an mit den Worten: „Der Abend ging um Toleranz! Und was ist in der Diskussion nun daraus geworden!?“

Verärgert war sie offenbar darüber, dass diese DiaLÜG-Veranstaltung nicht reibungslos verlaufen war und wir nicht ebenso tolerant waren wie die im Vortrag so wunderbar und farbenfroh gezeichneten Sufis. Das mag vielleicht daran liegen, dass unser Toleranzverständnis nichts mit einem Nischendasein in der Unterwerfung zu einem mächtigen totalitären Islam zu tun hat, sondern dass Toleranz ein universelles Konzept ist, das wir nicht krampfhaft suchen müssen bei einer islamischen Minderheit, die praktisch nicht in Erscheinung tritt, sondern das eine Begegnung auf Augenhöhe erfordert. Diese Ausgangslage ist beim Islam nicht gegeben, weswegen es für uns keinen Grund gibt, angesichts der schönen Darbietungen einer folkloristischen islamischen Tanzgruppe Toleranz zu üben für das tatsächliche Problem, das der Islam nun einmal ist und das auch durch jene „Mystiker“ nicht gelöst wird.


Und so war der Abend insgesamt für viele der Teilnehmer sicherlich informativ und interessant, was die Kultur der Sufis, aber vor allem auch was den Realitätsbezug angeht, der so eine Islamkuschelveranstaltung begleiten sollte, will man sich nicht in der romantischen Verklärung orientalischer Kultur verlieren, sondern etwas Sinnvolles zur Islamdiskussion beitragen.

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