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Allahs Reich ist groß


Im schweizerischen „BLICK“ zieht Frank A. Meyer eine Bilanz des Arabischen Frühlings. Sie fällt ernüchternd aus und rechnet mit den Träumern in Europa ab, die sich wieder einmal unsterblich mit ihren Hoffnungen auf einen demokratie-kompatiblen Islam blamiert haben. Sein Artikel beginnt mit der Verhaftung von drei Journalisten in Tunesien, die ein „anstößiges“ Bild von Sami Khediras Freundin abdruckten.

Ach, Arabischer Frühling! In Tunesien wurden drei Journalisten verhaftet, weil sie ein Bild von Deutschlands Fussballstar Sami Khedira und seiner nackten Freundin druckten. Khedira, Sohn eines Tunesiers, trägt auf dem Foto einen Frack. Und er bedeckt die Brüste des Models Lena Gercke mit seiner Hand. Dennoch verstösst die Aufnahme, die auch den Titel des deutschen Männermagazins «GQ» schmückt, «gegen Sitte und Moral», wie der Sprecher des tunesischen Justizministeriums erklärte. Ach Freiheit! Den drei Journalisten drohen bis zu fünf Jahre Haft.
Die Dämlichkeit der europäischen Journalisten und Politiker greift Meyer ebenfalls auf:
War das ein Jubel in Europa! Endlich sei bewiesen, dass Islam und Demokratie doch zusammenpassen. Sogar mit dem Mauerfall 1989 wurde die Rebellion in Nordafrika verglichen.
Inzwischen aber hat sich die für einige Monate offene Gesellschaft wieder geschlossen, diesmal unter der Knute des Islam, ähnlich wie 1979 im Iran, als der Sturz des säkularen Despoten Reza Schah Pahlevi die demokratische Welt in Hoffnungstaumel versetzte – bis die Mullahs unter Ajatollah Chomeini ihre religiöse Macht mit den Mitteln des Terrors installierten.
Von Teheran bis Tripolis wurden Diktatoren gestürzt – hinweggefegt von einem Islam, nach dessen Lehre die Religion den totalen Zugriff auf Gesellschaft und Individuum hat. Nischen wie in weltlichen, auch arabischen Diktaturen sieht der Totalitarismus von Mullahs und Imamen nicht vor.
Und die sogenannt gemässigten Muslimbrüder, von denen in europäischen Medien oft so beschwichtigend die Rede ist – was ist mit ­denen?
Meyer beschreibt Saudi-Arabien als die treibende Kraft hinter der Verbreitung des totalitären Islam und macht folgende bemerkenswerte Feststellung, die sich unsere Journalisten und Politiker merken sollten:
Saudi-Arabien ist finsteres Mittelalter, ausgestattet mit modernster ­Technologie. So stellen sich die Religionskrieger des Propheten auch in anderen Ländern die rechtgläubige Gesellschaft vor.
                                                

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